Schützenverein Gänserndorf


Nun zur Entstehungsgeschichte

Am 24. Mai 1968 fand im Gasthaus Koller in Gänserndorf die konstituierende Versammlung des Schützenvereines Gänserndorf statt. Der Obmann des Proponenten-Komitees Alois Petsche begrüßte die erschienenen Interessenten, darunter auch Gäste wie die Vertreter der Schützengilde Prottes mit der sich im Laufe der Zeit ein gutnachbarliches Verhältnis entwickeln sollte. Der damalige Rev.Insp. und spätere Österr. Meister mit der Luftdruckpistole Raimund Ribisch brachte den Wahlvorschlag zur Kenntnis - der einstimmig angenommen wurde - und zwar: Oberschützenmeister Alois Petsche Schützenmeister Mathias Kaiser Schriftführer Franz Wimmer Kassier Franz Krenn Als Sportleiter wurden Hubert Procksch für Luftgewehr und Ernst Kellner für Luftpistole gewählt. Auf Grund der gutnachbarlichen Beziehungen zum SchV Prottes wurde nach kurzer Zeit vereinbart, daß sich der SchV Gänserndorf auf die Pistolendisziplinen, die SchGilde Prottes auf die Gewehrdisziplinen konzentriert, und sich die beiden Vereine nicht gegenseitig Konkurrenz machen wollen.

Bauarbeiten

Am 29, August 1968 fand eine Sitzung zum Thema „Bau einer Schießstätte in Gänserndorf“ mit 10-, 25- und 50-Meter-Schießbahnen statt. Der Schießbetrieb für die 10m-Distanz fand nämlich vorerst in der Tiefgarage der Werkstätte von Opel- Petsche statt.

OSM Petsche konnte berichten, dass die Stadtgemeinde dem Schützenverein eine geeignete Fläche nach Vorlage entsprechender Pläne verpachten würde. Das vorgesehene Grundstück am Areal der früheren Baumschule wurde im Anschluss an die Sitzung besichtigt und es wurde eine Fülle von Ideen geäußert und notiert. OSM Petsche wurde beauftragt einen planlichen Vorentwurf erstellen zu lassen. Der später übermittelte Planvorschlag vom Juni 1969 von Baumeister Kurt Suchanek aus Matzen wurde auf Grund einschlägiger Literatur und praktischen Erfahrungen (Sicherheitstechn. Gutachten des Gerichtl. beeideten Sachverständigen Oberst Ing. Massak und OSM Petsche) erstellt und nach Einreichung beim Bauamt der Gemeinde Gänserndorf am 11.Juli 1969 von der Baubehörde mit Bescheid vom 22. Oktober 1970 genehmigt. Schon vorher - nämlich am 11. Juli 1969 war - ein Pachtvertrag über 30 Jahre (1. Jänner 1969 - 31. Dezember 1998) mit automatischer Verlängerungsklausel (für jeweils 30 Jahre) abgeschlossen worden.

Damit waren alle Voraussetzungen für den Bau einer Schießstätte in Gänserndorf am Baumschulweg geschaffen, und die Arbeit von deren Ausmaßen sich die begeisterten Mitglieder sicherlich keine Vorstellung machen konnten, die konnte beginnen. Mit großem Enthusiasmus wurden die Vorarbeiten angegangen, nachdem OSM Petsche als private Spende die Auskofferung des Untergeschoßes ermöglicht hatte. Nach kurzer Zeit schon wurden in freiwilligen Arbeitseinsätzen die Grundfesten und das Kellergeschoß im Rohbau fertiggestellt. Bei den Arbeitseinsätzen waren den lückenhaften Aufzeichnungen zufolge jeweils zwischen 8 und 15 Helfer anwesend, namentlich sind insgesamt 29 Helfer erfasst. Nach der Arbeit wurde dann, um die Arbeitsmoral zu erhalten, zur Belohnung auf der 25-m Bahn (unerlaubt) ein wenig trainiert.

Am anschließenden, massiven und koordinierten Ausbau waren insgesamt rd. 40 Personen mehr oder minder intensiv beteiligt. Die Firma Baumeister Suchanek überließ dem Schützenverein einige ausgediente Baumaschinen, wodurch bautechnisch ein zufriedenstellender Arbeitsfortschritt erzielt werden konnte.

Die Kostenschätzung von Baumeister Suchanek für die baulichenArbeiten lautete auf ATS 519.000,00 An Förderungen wurden beantragt und abgerechnet:

Zuwendungen im Werte von sicher mehr als ATS 100.000,00 erhielt der Verein insbesondere von:
Baumeister Suchanek und OSM Petsche wie oben erwähnt, Lagerhaus Gänserndorf, Holzhandel Metz,ÖMVWerkstätten, Dachdecker Seidl und vielen Anderen in Form von Material.